Interner Bereich

Podiumsdiskussion in der Aula der OPG

LandtagskandidatInnen verblüffen mit teilweise von der offiziellen Parteilinie abweichenden Meinungen

Ein Bericht von Klaus Droste

Unter der Leitung von Tabea Stranghöner (EF) und Maximilian Reeck (Q1) stellten sich die hiesigen WahlkreiskandidatInnen von SPD, CDU, FDP, Grünen und Piraten am vergangenen Mittwochnachmittag in der voll besetzten Aula den Fragen der SchülerInnen aus den Jahrgängen 9, 10, EF und Q1. Die fast zwei Stunden dauernde Veranstaltung wurde von den beiden SV-Vertretern Tabea und Maximilian souverän und umsichtig geführt. Sie eröffneten die Diskussion mit einer allgemeinen Vorstellungsrunde der KandidatInnen und mehreren Fragerunden zu allgemeinen Themen wie Wahlalter und Bildungspolitik und konfrontierten einzelne Politiker immer wieder mit Aussagen aus ihren Wahlprogrammen. Anschließend hatten die anwesenden SchülerInnen Gelegenheit weitere Fragen zu stellen. Dass die insgesamt eingeplante Zeit dafür bei Weitem nicht ausreichte, zeigten die „Schülertrauben“, die sich nach Ende der Veranstaltung noch um die Politiker bildeten. Jene waren allerdings gerne bereit, in einen persönlichen Dialog mit interessierten SchülerInnen zu treten. Zuvor hatten einzelne Politiker in bestimmten Fragen eine teilweise sehr persönliche und von der allgemein bekannten Parteilinie abweichende Meinung vertreten: So konnte sich Stephen Paul (FDP) durchaus ein Wahlrecht ab 16 bei Landtagswahlen vorstellen und Anika Hüting (Grüne) schloss sich überraschender Weise der Mehrheitsmeinung auf dem Podium an und sprach sich gegen ein allgemeines Tempolimit auf deutschen Autobahnen aus. Ansonsten wurden durchaus bekannte Positionen vertreten: In Sachen Steuerpolitik sprach sich Christian Dahm für den weiteren Ankauf von Steuer-CDs aus, um großen Steuersündern auf die Schliche zu kommen. Dennis Deutschkämer (Piraten) unterstützte das Volksbegehren „G9 jetzt in NRW“, weil er aus grundsätzlichen Erwägungen Bürgerentscheide und Volksbegehren für wichtig hält. Und Klaus Oehler (CDU) setzte standardmäßig auf eine Stärkung der regionalen Wirtschaft zum Beispiel durch Verbesserung der vorhandenen Infrastruktur. In einigen Fragen waren sich alle LandtagskandidatInnen auffallend einig, so zum Beispiel in der Zurückweisung der Nazi-Vorwürfe des türkischen Präsidenten Erdogan und der Ablehnung weiterer EU-Beitrittsverhandlungen. In Sachen Bildungspolitik traten allerdings ebenso deutlich die Unterschiede zwischen den Parteien hervor. Am klarsten bekannte sich Christian Dahm zum Erhalt der bestehenden Schullandschaft und damit auch der Gesamtschule.

An dieser Stelle finden Sie Fotos von Susanne Zlotkowski.

Unter Federführung von Lehrerin Jessica Heise nehmen Schülerinnen und Schüler der OPG zum ersten Mal an den Juniorwahlen teil. Die GL-Kolleginnen und -kollegen des 10. Jahrgangs bereiten in ihrem Unterricht die Wahlen inhaltlich und organisatorisch vor; der eigentliche Wahlakt wird voraussichtlich am Mittwoch, dem 10. Mai, also in der Woche vordem offiziellen Landtagswahltermin durchgeführt. Wie in einem Pressetermin am Mittwoch dieser Woche deutlich wurde, freuen sich die 10er über das Projekt und auf die Wahlen. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Jessica und alle anderen beteiligten Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement. 


Eine angenehme Atmosphäre herrschte zwischen den eingeladenen Landtagskandidaten und den beiden Moderatoren Tabea Stranghöhner und Maximilian Reeck