Ausgrenzen-Entrechten-Vernichten

Unter dieser Überschrift fand am 30. Januar 2020 anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz eine außergewöhnliche Gedenkveranstaltung statt.
Der gesamte 9. Jahrgang fand sich zu Beginn der 3. Stunde in der Aula der OPG ein, um an einer szenischen Lesung der beiden Schauspieler Marjam Azemoun und Frank Sommer teilzunehmen, die dazu eigens aus Berlin angereist waren. Ziel der Gedenkveranstaltung war es nicht nur mit Texten und Bildern über die historischen Ereignisse und die systematische Verfolgung im Dritten Reich zu informieren, sondern auch Ausgrenzung und Entrechtung für die Schüler*innen direkt erfahrbar zu machen.Die Teilnehmer*innen konnten sich zu Beginn der Veranstaltung eine „Eintrittskarte“ in einer Farbe ihrer Wahl nehmen. In einer interaktiven Phase der Lesung kamen just diese Karten zum Einsatz. Entsprechend der gewählten Farbe wurden die Schüler*innen in verschiedene „Häftlingsgruppen“ eingeteilt, und zwar genau nach den „Kennzeichen für Schutzhäftlinge in den Konzentrationslagern“ der Nationalsozialisten. Die ausgelöste Betroffenheit war für den Beobachter deutlich zu spüren.Nach der Veranstaltung gingen nicht wenige Schüler*innen mit entsprechenden Fragen in ihre Klassen zurück, wo sie von ihren Klassen-oder Fachlehrer*innen in Empfang genommen wurden.