Keine Panik, ist nur ein Wasserskorpion

Die fünf 8. Klas­sen zwi­schen Käscher, Gum­mi­stie­fel­kel­ler und Gewäs­ser­öko­lo­gie beim Bio­lo­gie­zen­trum Bustedt

Die fünf 8. Klas­sen der OPG unter­nah­men in den letz­ten zwei Wochen alle eine Exkur­si­on zum Bio­lo­gie­zen­trum Bustedt, die für vie­le Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu einem beson­de­ren Erleb­nis wur­de – nein, nie­mand lan­de­te im Was­ser – aber der Aus­flug war auf vie­len Ebe­nen ein vol­ler Erfolg: Schon der ein­stün­di­ge Fuß­weg dort­hin bot Gele­gen­heit, mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men und so mit lus­ti­gen und inter­es­san­ten Unter­hal­tun­gen die Kon­tak­te in den Lern­grup­pen zu stär­ken. Am Ziel ange­kom­men, erwar­te­ten die Jugend­li­chen die uri­gen Gemäu­er des alten Gutes – inklu­si­ve des berühm­ten Gum­mi­stie­fel­kel­lers, in dem Käscher, natür­lich Gum­mi­stie­fel und reich­lich Sam­mel­ge­fä­ße bereit­stan­den.

Nach einer theo­re­ti­schen Ein­füh­rung zu Gewäs­ser­öko­lo­gie, Nah­rungs­ket­ten und Nah­rungs­net­zen ging es hin­aus ans Was­ser zu den klei­nen Tei­chen im hin­te­ren Bereich des Gelän­des. Dort zeig­te sich schnell, wie span­nend Bio­lo­gie sein kann, wenn man sie prak­tisch erlebt. Mit gro­ßem Eifer wur­den ver­schie­de­ne Insek­ten­lar­ven, Schne­cken, Was­ser­flö­he und Stich­lin­ge ent­deckt. Gro­ße Libel­len mit ihren groß­ar­ti­gen Flug­kunst­stü­cken brach­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­lern zum Stau­nen. Beson­de­re Begeis­te­rung herrsch­te beim Ent­de­cken eines Was­ser­skor­pi­ons, des­sen Atem­röh­re wie ein Tau­cher funk­tio­niert – ein Fund, der für stau­nen­de Augen und leb­haf­te Gesprä­che sorg­te. Anfas­sen woll­te ihn zunächst nie­mand „Das ist doch ein Skor­pi­on und des­halb gefähr­lich!“. Hier konn­te der Fach­un­ter­richt direkt am Gewäs­ser für Ent­span­nung sor­gen – denn der hei­mi­sche Was­ser­skor­pi­on kann zwar mit sei­nem ste­chen­den Saug­rüs­sel schmerz­haft zupa­cken, wenn man ihn fest­hält oder bedrängt, aber das ist kein Gift­stich, son­dern eher ver­gleich­bar mit einem Nadel­pieks oder einem leich­ten Bienenstich.Medizinisch bedeut­sam ist das nicht.

Die Mischung aus For­scher­geist, Team­ar­beit und unmit­tel­ba­rem Natur­kon­takt mach­te den Tag zu einem inten­si­ven Lern­erleb­nis. Ein gro­ßer Dank geht an die­ser Stel­le an die tol­len Mit­ar­bei­ter im Bio­lo­gie­zen­trum!!

Auf der Rück­fahrt mit dem Bus war die Stim­mung geprägt von leb­haf­ten Erzäh­lun­gen über die eige­nen Fun­de … und ein wenig Grum­meln, dass nach solch einem Aus­flug noch der nor­ma­le Nach­mit­tags­un­ter­richt anstand. Der Grum­mel ver­flog – denn die Mit­tags­pau­se gab allen wie­der Schwung. 
In den kom­men­den Wochen wer­den die Ein­drü­cke aus Bustedt im Unter­richt wei­ter auf­ge­ar­bei­tet und ver­tieft, sodass die Exkur­si­on nach­hal­tig zum Ver­ständ­nis öko­lo­gi­scher Zusam­men­hän­ge bei­trägt.

Tags:

Comments are closed