Mit der Sonne im Tank

Ein Pro­jekt der 7 Light­house über nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät, Tüf­teln und ein gro­ßes Ren­nen

Am Anfang stand kei­ne ein­zi­ge Schrau­be und kein Solar­mo­dul, son­dern eine Fra­ge: Wie bewe­gen wir uns eigent­lich fort – und gin­ge das auch anders? Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 7 Light­house haben sich dem The­ma nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät zunächst ganz prak­tisch genä­hert. Sie führ­ten eige­ne Mobi­li­täts­ta­ge­bü­cher, hiel­ten fest, wel­che Wege sie wie zurück­leg­ten, und ver­gli­chen ver­schie­de­ne Fort­be­we­gungs­mit­tel mit­ein­an­der. Aus die­ser Bestands­auf­nah­me wur­de schnell deut­lich, dass Mobi­li­tät mehr ist als nur die Fra­ge, wie man von A nach B kommt.

Im nächs­ten Schritt ging es ans Ver­ste­hen: Wie funk­tio­niert eigent­lich ein Elek­tro­mo­tor? Mit die­sem Wis­sen ent­stan­den die ers­ten Model­le aus Holz und Kunst­stoff. Nicht alles gelang auf Anhieb – vie­le Fahr­zeu­ge waren zu schwer, man­che fuh­ren schief, und eini­ge waren schon rich­tig gut. Genau die­se Mischung war der eigent­li­che Lern­stoff. Denn statt die Model­le ein­fach abzu­ha­ken, gin­gen die Schü­le­rin­nen und Schü­ler in die Opti­mie­rung. Sie ana­ly­sier­ten, wor­an es hak­te, und such­ten nach Lösun­gen: Die Ach­sen muss­ten par­al­le­ler aus­ge­rich­tet wer­den, die Solar­mo­du­le lie­ßen sich par­al­lel schal­ten, und statt des schwe­ren Hol­zes kam zuneh­mend Kunst­stoff zum Ein­satz.

Mit jeder Über­ar­bei­tung wur­den die Pro­to­ty­pen bes­ser. Sie wur­den neu gestal­tet, umge­baut und ver­fei­nert. Eini­ge Schü­le­rin­nen und Schü­ler ent­schie­den sich, ihre Model­le in einer CAD-Soft­ware zu kon­stru­ie­ren und anschlie­ßend an unse­ren Dru­ckern aus­zu­dru­cken. Ande­re gin­gen tech­nisch noch einen Schritt wei­ter und bau­ten Akkus ein, die von den Solar­mo­du­len gela­den wer­den, sodass ihre Autos auch dann fuh­ren, wenn gera­de kei­ne Son­ne schien. Wie­der ande­re ent­wi­ckel­ten gleich eige­ne Solar­tank­stel­len, an denen sich Akkus auf­la­den lie­ßen. Am Ende stan­den Fahr­zeu­ge, die im Grun­de rich­ti­ge Elek­tro­au­tos waren – mit Wech­sel­ak­kus, deren Lade­zeit, wie die Kin­der tro­cken anmerk­ten, bei null liegt.

Den Abschluss bil­de­te ein gro­ßes Ren­nen. Auf einer Prüf­sta­ti­on tra­ten die selbst gebau­ten Solar­au­tos gegen­ein­an­der an – der Moment, in dem sich die gan­ze Arbeit aus Bau­en, Tes­ten und Ver­bes­sern auf der Stre­cke bewei­sen muss­te.

Was am Ende bleibt, ist mehr als eine Samm­lung klei­ner Fahr­zeu­ge. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler haben ver­stan­den, wie nach­hal­ti­ge Mobi­li­tät und Elek­tro­an­trieb zusam­men­hän­gen, sie haben kon­stru­iert, gebaut, gedruckt und immer wie­der ver­wor­fen und neu gedacht. Und sie sind – zu Recht – rie­sig stolz auf das, was dabei ent­stan­den ist.

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