Der Abschlussjahrgang der Olof-Palme-Gesamtschule präsentiert den Varieté-Abend „Abipunktur–Jeder Punkt kostete Nerven“ mit Sketchen, Musik, Tanz und Lehrerparodien.
(Bericht und Fotos von Ralf Bittner — 5./6.04.2025 Neue Westfälische)
(Foto oben: Beim Blick ins Lehrerzimmer steht oft Englischlehrerin Stinner, die in Kürze in den Ruhestand geht, im Zentrum.)
Hiddenhausen. Nicht nur die „Magic Grannies“ tanzen bis zum Umfallen, sondern alle 52 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs der Olof-Palme-Gesamtschule (OPG) präsentieren mit viel Energie und Ausdauer ihren Varieté Abend „Abipunktur– Jeder Punkt kostete Nerven“ auf der Bühne der OPG.
Los geht es mit einem Blick ins Lehrerzimmer, in dem die Schülerinnen und Schüler augenzwinkernd die großen und kleinen Marotten aufs Korn nahmen. Der Sportlehrer kann auch in der Pause nicht ohne
Basketball, ein Kollege verteilt ständig Süßes, einen anderen hält es nicht auf dem Platz. Souverän über allem thront Stufenleiter Steffen Krone mit goldenem Reif auf dem königlichen Haupt. Sowohl in diesem Sketch als auch beim Blick in den Englischunterricht steht immer wieder das Double von Frau Stinner im Zentrum, die immer wieder mit der Digitaltechnik an sich und dem unerlaubten Einsatz von hat GPT im Unterricht zu tun hat. Diese zentrale Rolle ist als Dankeschön für die Englischlehrerin gedacht, die in Kürze
in den Ruhestand wechseln wird. Echte Lehrer verrieten in „Carpool“-Clips, also während der Fahrt aufgenommenen Videos, was sie wirklich von ihrem Beruf, der Jahrgangsstufe, dem Kollegium
oder ihren Schülerinnen oder Schülern halten. Auf der Bühne waren Lehrende gefordert, an Hand von Kinderbildern Schülerinnen und Schüler oder am Beispiel von Zitaten ihre Kollegen zu erraten. Die “Trefferquote“ zeigt deutlich Luft nach oben. Auch der Unterricht selbst wird Thema. Der „Musikkurs“
zeigt, dass sich auch auf Kunststoffröhren, sogenannten „Boomwhackers“, tatsächlich so etwas wie Lieder spielen lassen. Deutlich professioneller fallen die Solobeiträge von Giulian und Amelie am Flügel und Robin aus, der an der E‑Gitarre den Ramstein-Song „Dicke Titten“ spielt. Die mit eben den im Text herbei gewünschten Merkmalen ausgestatteten ausgestatteten männlichen Tänzer sorgen dabei für die notwendige ironische Distanz. Großen Anteil am fast drei Stunden langen Programm haben auch Sketche, wie das flotte Märchen von „Matheputtel“, den „drei unintelligenten Töchtern“ und der „Mathefee“. Für reichlich Applaus sorgt das Tagebuch einer Schwedenreise, dessen Text Ciara und Tabea aus den Namen
vieler Lehrerinnen und Lehrer zusammengebaut hatten. Später zeigen Simon, Abbas, Muhat und Moritz dass es bei Zaubertricks beinahe mehr auf die Show drumherum als auf die Tricks selbst ankommt.
Kein Abi-Varieté-Abend kommt ohne Tanz aus. Den bekommen die Zusehenden in der zur besetzten Aula reichlich in unterschiedlichsten Formen vom mitreißenden „Chair-Dance“ im schummrigen Rotlicht über ein poetisches Ballett-Solo von Emily geboten bis zum gemeinsamen großen Tanz zum Finale. „Wir haben das Programm in nur knapp drei Wochen erarbeitet“, sagten Ciara O’Connor und Emma Schlüter. Der ganze Jahrgang sei entweder hinter oder auf der Bühne beteiligt, und viele Schülerinnen und Schüler hätten sich mit ihren Ideen und individuellen Talenten eingebracht. Entstanden ist so ein „Varieté“ in der ursprünglichen Bedeutung des Wortes – nämlich „Vielfalt”.
Foto oben links: Ciara und Tabea lesen aus ihrem Schweden-Tagebuch, dessen Text fast nur aus Namen von Lehrerinnen und Lehrern besteht.
Foto oben rechts: Der Chair-Dance ist nur eine von mehreren mitreißenden Tanzeinlagen des Varieté-Abends in der Schul-Aula. Zuvor hatten schon die Jungs mit „Macarena“ für Bewegung gesorgt.
Foto unten rechts: Amelie begeistert als Michael Jackson.
Foto unten links: Der „Musikkurs“ zeigt, wozu „Boomwhackers“ gut sind.






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