Grüße von der Palme aus der Zukunft -

Der bun­te Abend der OPG blickt ins Jahr 2080 und von dort zurück in ein gar nicht so rück­stän­di­ges Jahr 2025 mit sei­ner Schul- und Lebens­wirk­lich­keit.

Foto oben: Mozarts „Klei­ne Nacht­mu­sik“ kann auch mit viel Bewe­gung, Stamp­fen und Klat­schen vor­ge­tra­gen wer­den und macht dann Musi­zie­ren­den und Publi­kum gleich dop­pelt Spaß

Bericht und Fotos von Ralf Bitt­ner — 11.07.2025 Neue West­fä­li­sche

Hid­den­hau­sen. Auf eine Zeit­rei­se ins Jahr 2080 bega­ben sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Olof- Pal­me-Gesamt­schu­le (OPG) bei ihrem bun­ten Pal­me-Abend in der Schul­au­la. In der Zukunft machen exter­ne Chips selbst die dümms­ten Schü­ler zu Genies, die mühe­los Auf­ga­ben wie „1+1=2“bewältigen
oder Quer­flö­te spie­len kön­nen – ohne Talent oder jemals geübt zu haben. Neben dem Blick in die schö­ne, neue Lern­welt bot der Abend aber auch einen viel­fäl­ti­gen Ein­blick in die Schul­wirk­lich­keit der OPG im Jahr
2025. Der „Dar­stel­len & Gestal­ten“- Kurs 9 (DG) zeig­te Aus­zü­ge aus „ Der klei­ne Prinz“ von Antoine de Saint-Exupé­ry. Ein abge­stürz­ter Pilot wird vom Prin­zen gebe­ten, ein Schaf zu zeich­nen. Nach meh­re­ren Ver­su­chen, die den Prin­zen nicht zufrie­den­stel­len, gibt er dem Prin­zen eine Kis­te, in der angeb­lich ein Schaf sein soll. Der Prinz ist glück­lich, kann er sich doch nun sein Schaf so vor­stel­len. Ein Lob für die Macht
der Fan­ta­sie, die kei­ne KI und kein Chip erset­zen kann. Die Begeg­nung des klei­nen Prin­zen mit einem Betrun­ke­nen ließ das Publi­kum dann schmun­zeln, auch das alles ganz ana­log. Dass sich Mozarts „Klei­ne
Nachtmusik“auch treff­lich mit Klat­schen, Stamp­fern und Body-Per­cus­sion inter­pre­tie­ren lässt, zeig­te dann die Gruppe6 Aru­na. Mit einem Kla­vier-Solo­bei­trag von Eve­lyn Früh­sor­ger, dem Debüt der zur Schul­band mit Kla­vier, Schlag­zeug, E‑Bass und Gitar­re ange­wach­se­nen Gitar­ren-AG mit “Ama­zing Grace“ und dem von
Ida Fren­trup wun­der­schön gesun­ge­nen “Schön genug“ von Lina Maly gab es schon vor der Pau­se reich­lich Musik­bei­trä­ge. Dazu sorg­ten Gedich­te zum The­ma Som­mer der Sprach­för­de­rung und ein Auf­tritt des
DG-Kur­ses 7, der dem Auf­ste­hen, der Mor­gen­wä­sche und der Zei­tungs­lek­tü­re in punkt­ge­nau koor­di­nier­ten Spie­gel­sze­nen Poe­ti­sches abge­win­nen konn­te, für Abwechs­lung. Klar, dass es hier um die The­men Geschwin­dig­keit und Koor­di­na­ti­on, Bewe­gung im Raum und das Spiel mit­ein­an­der geht. Der Lite­ra­tur­kurs nahm den Gegen­satz zwi­schen Zukunft und Gegen­wart in meh­re­ren Spiel­sze­nen auf und zeig­te etwa,
wie aus dem guten alten Hal­len­bad mit Fuß­pilz­du­sche ein Well­ness­tem­pel wer­denk onn­te, in dem nur noch müde im brüh­war­men Was­ser vor sich hin­ge­düm­pelt statt geschwom­men wird, und welch mit­rei­ßen­de Tanz­show mög­lich ist, wenn vor­her ein Kau­gum­mi der Mar­ke „Pro­fes­sio­nal Dance“ gekaut wird. Die
Zuse­hen­den fei­er­ten das tan­zen­de Duo mit Sze­nen­ap­plaus. Die Kaba­rett-AG sorg­te dann mit dem Bewe­gungs­sketch Zur Feri­en-Zeit“ für Bewe­gung im Frei­bad und auf der Büh­ne – inklu­si­ve eines
Über­ra­schungs­auf­trit­tes des Weih­nachts­man­nes. War­um auch nicht? Nach den Som­mer­fe­ri­en ist ja bekannt­lich fast schon Weih­nach­ten. Nach der Pau­se gehör­ten eine Recy­cling­mo­den­schau des DG-Kur­ses 10, des­sen Mit­glie­der nach Ende der Klas­se 10 eigent­lich schon ent­las­sen sind, und ein Streich­quar­tett
mit dem däni­schen Stück „Hur Var du i Aftes Sa Sidig“ zu den Höhe­punk­ten der zwei­ten Hälf­te des Abends, in der der Blä­ser­kreis mit „Ick heff mol een Ham­bor­ger Veer­mas­ter sehn“ Fern­weh weck­te. Schließ­lich schick­te der Leh­rer­chor Publi­kum und Schul­ge­mein­schaft beglei­tet von lang anhal­ten­dem Applaus
„Ab in den Urlaub“. Die Feri­en kön­nen kom­men – 2080 und ger­ne auch schon 2025.

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