31 Schüler aus drei Schulen lernen bei der Sporthelferausbildung drei Tage lang, wie sie bei der Durchführung von Sportveranstaltungen helfen können. Das macht ihnen eine Menge Spaß.
Löhne. Schulen sind bei Sportfesten und anderen Veranstaltungen stets auf die Hilfe von freiwilligen Helfern angewiesen. Zahlreiche Schüler durchlaufen vorher eine Sporthelfer-Ausbildung, in der ihnen alles Wichtige zur Sicherheit und ordnungsgemäßen Durchführung von Sportveranstaltungen beigebracht wird. Dieses Jahr stellen sich 31 Schüler aus den Löhner Realschulen sowie der Olof-Palme-Gesamtschule aus Hiddenhausen der Ausbildung.
In drei Tagen, vom 28. bis zum 30. Januar, lernen die Achtklässler in Theorie und Praxis, worauf es beim Sportmachen ankommt. Schon seit einigen Jahren findet die Ausbildung von Sporthelfern jährlich in der Turnhalle der ehemaligen Werretalschule statt. Die drei Schulen organisieren die Ausbildung gemeinsam mit dem Stadtsportverband Löhne.
Krankheitsbedingt fehlt Andrea Homburg vom Stadtsportverband zwar, die fünf Lehrerinnen und Lehrer der Schulen schaffen es aber auch so, die Kinder zu betreuen. Sebastian Boldt sowie Marc Eisele kommen von der Städtischen Realschule, Achim Diekmeyer von der Goethe-Realschule und Julia Paltrock sowie Jacob Steingrube von der Olof-Palme-Gesamtschule.
Die 31 zukünftigen Sporthelfer verteilen sich je nach Bedarf auf die einzelnen Schulen. „Es sind dieses Jahr sogar mehr geworden“, erklärt Sebastian Boldt. „Allerdings sind wir da auch an der Grenze.“ Schließlich brauchten die Kinder Betreuung, wenn sie etwa in Gruppen arbeiten. Die Geschlechteraufteilung ist recht ausgeglichen. „An der Städtischen Realschule bilden wir meist mehr Mädchen aus, weil es zum Beispiel eine Tanz-AG gibt und das eher Mädchen interessiert.“
Die Jungs seien dagegen eher an der Mithilfe in der Fußball-AG interessiert, so Boldt. Aber auch in ganz anderen Bereichen als Arbeitsgemeinschaften (AG) werden die Schüler eingesetzt. Auf Sportfesten der jeweils eigenen oder einer anderen Schule zum Beispiel. „Wir hatten schon Kooperationen mit den Grundschulen, in denen unsere Sporthelfer dann die Grundschullehrer unterstützt haben.“ Auch im offenen Ganztag oder anderen sportlichen Veranstaltungen seien sie einsetzbar.
Damit die Sporthelfer auch wirklich helfen können, ist es wichtig, dass sie viel Wissen mitbringen. „Ich habe viel über das Aufräumen und Sicherheitsmaßnahmen gelernt“, berichtet die 13-jährige Lina von der Städtischen Realschule. „Wir haben auch sehr viel gespielt und allgemein macht es Spaß“, sagt sie. Das viele Sitzen bei den theoretischen Themen habe ihr allerdings weniger gefallen. „Ich bin lieber aktiv.“
Für den 14-jährigen Titus von der Goethe-Realschule ist der theoretische Teil schon deutlich spannender. „Ich habe viel erfahren“, sagt er. „Zum Beispiel was das Aufbauen oder die Zeitplanung betrifft.“ Besonders interessiert hätten ihn die Informationen zu möglichen Weiterbildungen. „Da wurde uns erklärt, welche weiteren Ausbildungen es noch gibt, wie das finanziert werden kann und dass man dafür auch Geld bekommen kann.“ In Zukunft plane er, sich weiter zu engagieren. „Das ist auch gut für meine Karriere, ich möchte nämlich zur Polizei.“
Zombiball zum Aufwärmen
Um die Ausbildung erfolgreich zu bestehen, fehlen allerdings noch zwei wichtige Ziele. „Wir müssen am Freitag eine vorbereitete Unterrichtsstunde präsentieren“, erzählen Melanie und Julyn. „Wir wärmen uns mit Zombieball auf, machen dann ein paar Fitnessübungen, dehnen uns und spielen Feuer-Wasser-Blitz. Am Ende setzen wir uns zusammen und besprechen alles“, verraten die beiden Mädchen. Am Samstag folge außerdem noch ein Erste-Hilfe-Kurs.
Am Mittwoch sowie Donnerstag sind die Kinder ganze acht Stunden eingebunden, am Freitag immerhin fünf. Damit sie dabei immer gut versorgt sind, erhalten sie Brötchen und Brezeln. „Karlchens Backstube stellt die uns vergünstigt zur Verfügung“, erklärt Sebastian Boldt. Am letzten Tag gebe es gesponserten Kuchen. Die Getränke würden vom Stadtsportverband übernommen.
(Alex Well, NW, 02.02.2026)



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