Palmeabend 2025

Ein Abend vol­ler OPG-Geist und geleb­ter Talen­te

Wenn am Ende eines lan­gen Schul­jah­res der Vor­hang für den Pal­me­abend auf­geht, spürt man sofort, was die­se Schu­le aus­macht. Es ist nicht das eine gro­ße Spek­ta­kel. Es sind die vie­len klei­nen, ech­ten Momen­te, die berüh­ren – und die zei­gen, wie viel in die­ser Schul­ge­mein­schaft steckt.

Da ist zum Bei­spiel Fami­lie Hirn. Seit Jah­ren brin­gen sie Musik auf unse­re Büh­ne – mit gro­ßer Selbst­ver­ständ­lich­keit, mit Hin­ga­be, mit Kön­nen. Die Kin­der wach­sen hin­ein, sind mitt­ler­wei­le jun­ge Erwach­se­ne, sind über­all dabei und berei­chern. Am Pal­me­abend stan­den sie wie­der da – dies­mal als Teil des Streich­quar­tetts und mit den Blech­blä­sern. Schüler:innen, Eltern, Lehrer:innen – zusam­men. Nicht neben­ein­an­der, son­dern wirk­lich gemein­sam. Und das ist eben nicht nur ein Pro­gramm­punkt, son­dern geleb­te Schul­kul­tur.

Sol­che Ensem­bles gibt es mitt­ler­wei­le meh­re­re. Und sie zei­gen etwas ganz Wesent­li­ches: Dass hier Men­schen zusam­men­kom­men, die sich nicht nur für ihre Sache ein­set­zen, son­dern für­ein­an­der. Die Schu­le nicht nur als Arbeits­platz oder Lern­ort sehen, son­dern als etwas, das sie mit­ge­stal­ten. Und das merkt man in jedem Ton.
Einen aus­führ­li­chen Arti­kel der Neu­en West­fä­li­schen fin­den Sie unter die­sem Link.

Gleich­zei­tig ist die­ser Abend auch ein flüch­ti­ger Blick auf das, was unse­re Schüler:innen kön­nen, wenn man ihnen Raum gibt und sie ein­fach mal machen lässt.

So star­ten dann auch Lind­say und Maya — Tän­ze­rin­nen aus der bet­ta. Kaum auf der Büh­ne – und alles ändert sich. Ener­gie, Aus­druck, Mut. Kein Zögern, kei­ne Unsi­cher­heit. Nur Musik, Bewe­gung, Ener­gie. Aus dem Nichts, der abso­lu­te Wahn­sinn.

Und dann noch­mal Lind­say. Ganz zum Schluss. Allein auf der Büh­ne, allein mit sich und einer selbst­ent­wi­ckel­ten Cho­reo­gra­fie. Was sie da getanzt hat, lässt sich kaum beschrei­ben. Es war inten­siv, per­sön­lich, unge­fil­tert. Ein stil­ler, star­ker Con­tem­po­ra­ry, der lan­ge nach­wirk­te.

Auch die Kaba­rett-AG der Sek.I hat an die­sem Abend etwas gezeigt, das weit über „nied­lich“ oder „mutig“ hin­aus­geht. Da stan­den jun­ge Men­schen – mit einer Prä­senz, einem Spiel­witz und einer Selbst­ver­ständ­lich­keit, die man sonst eher bei deut­lich erfah­re­ne­ren Spieler:innen erwar­tet.

Schon nach den ers­ten Sekun­den war klar: Das ist ech­tes Talent.

Da wächst etwas her­an. Oder bes­ser gesagt: Da ist schon etwas da. Und man darf sehr gespannt sein, was aus die­sen jun­gen Künstler:innen noch wird. Büh­ne kön­nen sie jeden­falls jetzt schon.

Und dann Ida Fren­drup. Wer sie schon mal hat sin­gen hören, weiß: Da steht jemand, der etwas zu geben hat. Sie braucht kei­ne gro­ße Insze­nie­rung. Ihre Stim­me reicht. Und sie füllt den Raum – immer wie­der.

Natür­lich war nicht jeder Auf­tritt feh­ler­frei. Aber genau das gehört dazu. Es ist kein Wett­be­werb. Es ist ein Abend, an dem alles sei­nen Platz hat – das Gro­ße wie das Unfer­ti­ge. Und viel­leicht ist es gera­de das, was ihn so beson­ders macht.

Denn was man an die­sem Abend gespürt hat, war: Wir machen das zusam­men. Wir tra­gen uns gegen­sei­tig. Und wir wach­sen dar­an – jedes Jahr ein biss­chen mehr.

Und am Ende ste­hen alle auf der Büh­ne. Der Leh­rer­chor singt „Ab in den Urlaub“, der Applaus klingt nach. Und Herr Pau­li­ni sagt: „Das Gan­ze ist mehr als die Sum­me sei­ner Tei­le.“ Und in Gedan­ken ergän­zen wir: “Das ist der Geist der OPG”

Das war der Pal­me­abend 2025.
Und, es war schön, mit­ten­drin zu sein.

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